Die kaum vorstellbare Dimension der geplanten Windenergieanlagen wird immer deutlicher. Im regionalen
Zusammenhang geht es inzwischen um 9 Windenergieanlagen im Gebiet Göttingen-Thalfingen,
3 Anlagen in Jungingen, 3 Windenergieanlagen in Witthau und 23 Anlagen in
Langenau-Bernstadt. Das ergibt in unserer näheren Umgebung möglicherweise bis
zu 38 Anlagen! Diese Gesamtbelastung muss zusammen betrachtet werden. Erschwerend kommt hinzu,
dass für die Bearbeitung der Genehmigungsanträge drei Behörden in zwei Bundesländern zuständig sind ohne
sich von Amts wegen abzustimmen.
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Die Projektierer der Windenergieanlagen des Gebietes Göttingen-Thalfingen mussten neue Gutachten zu
Schall und Schatten erstellen lassen, da die bereits geplanten Windenergieanlagen auf Junginger
Gemarkung als Vorbelastung berücksichtigt und in die Bewertung einbezogen werden müssen.
Auch der Langenauer Gemeinderat wird nochmals gehört. Damit besteht erneut eine Möglichkeit, Einfluss zu
nehmen!
Der Gemeinderat von Elchingen hat aufgrund der enormen Schalleinwirkung auf die Ortschaften Elchingen
und Thalfingen und die optische Auswirkung auf das Kloster Oberelchingen das Projekt auf seiner
Gemarkung bereits abgelehnt. Die Gemeinde prüft einen anwaltlichen Widerspruch gegen die
Regionalplanung.
Warum stehen so viele Windräder still?
Wer in Deutschland unterwegs ist, wird sich wundern, warum so viele Windräder stillstehen, obwohl genug
Wind weht. Manchmal stehen alle Windräder in einem Windpark, manchmal nur ein Teil davon.
Dass Windräder nicht betrieben werden, wenn sie gewartet oder repariert werden müssen, ist klar.
Auch wenn PV-Anlagen genug Strom produzieren, wird dies so sein müssen.
Ein weiterer Grund ist allerdings schon fast perfide:
Es gibt Anlagen aus einer Zeit, zu der noch eine relativ hohe Einspeisevergütung garantiert wurde,
jedoch mit der Option für den Netzbetreiber, abzuschalten, wenn genug bzw. zu viel Strom im Netz
ist.
Im Gegenzug bekommt der Betreiber dieser Windkraftanlage eine Entschädigung vom Steuerzahler.
Die Folge:
Netzbetreiber nehmen bevorzugt Strom von jüngeren Windkraftanlagen, die weniger für den Strom bekommen.
Auf Kosten der Steuerzahler bleiben bereits produzierte, finanzierte und gebaute stehen.
Es werden immer mehr neue Anlagen gebaut, anstatt einen Weg zu suchen, bestehende Anlagen durchgehend zu
betreiben und den Strom von dort zu geringeren Preisen abzunehmen bzw. die „Standgebühr“ entsprechend
zu kürzen.
Was für eine Fehlallokation von Kapital! Was für eine Ressourcenverschwendung!
Was für ein Irrsinn!
Schwerlastverkehr durch Albeck?
Die Albecker Steige ist für LKWs über 12 Tonnen grundsätzlich gesperrt.
Da es wohl keine Genehmigung gibt, die für den Bau der geplanten Windkraftanlagen Göttingen-Thalfingen
erforderlichen Transporte über die A8 Ausfahrt Oberelchingen zu leiten, wird ein Großteil der
Schwertransporte durch Albeck und womöglich auch durch Göttingen erfolgen müssen. Es geht nicht nur
jeweils 9-fach um unglaublich große Rotorblätter, Maschinenhäuser und Turmteile, sondern auch um das
gesamte Material für die Herstellung der Wege, Aufstellflächen, Fundamente etc.
Wir sind auf die Begeisterung der Bewohner von Albeck und Göttingen gespannt, wenn über einen Zeitraum
von 1,5 bis 2,5 Jahren
- ca. 1.000 – 2.000 LKW-Transporte für die Befestigung der Wege und den Unterbau der Fundamente
- ca. 800 – 1.000 volle Betonmischer für die Fundamente
- ca. 60 – 80 LKW-Transporte Baustahl für die Fundamente
- ca. 80 – 100 LKW-Ladungen allein für den Aufstellkran und seine Bauteile
- ca. 100 – 200 Großraum- und Spezial-Schwertransporte für die Windkraftanlagen und deren Teile
durch ihre Ortschaften rollen.
Übrigens: Schwertransporte sind nur nachts zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr zulässig!
Unser Anliegen bleibt: Zu viel! Zu hoch! Zu nah!
38 Anlagen zwischen Bernstadt, Langenau, Göttingen und Jungingen überfrachten den nördlichen
Alb-Donau-Kreis. Die Bevölkerung wird zu stark belastet. Dies zeigen die Gutachten zu Lärm und Schatten
deutlich!
Wir bleiben deshalb aktiv, schreiben Stellungnahmen und Briefe, sammeln Informationen und bitten
weiterhin Behörden und politische Entscheidungsträger um Gehör.
Für die Menschen, die hier leben: Danke für eure Unterstützung!!!